Grenzsteintrophy 2018: ultrabrutal, demoralisierend, zermürbend und warum es trotzdem gut war

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Grenzpfosten im Sandfeld

Es geht steil bergab. Meine tauben Hände umklammern den Lenker und zwei Finger ziehen an den Bremsen, deren Leistung dahinfadet. Das Vorderrad findet mal wieder die Lochreihe der Lochplatte, das ganze Rad wird durchgeschüttelt, ich kann nicht mehr gut sehen, das Bild ist verwackelt. Ich öffne die Bremse, das Rad beschleunigt in Sekunden auf über 50 km/h. Die Lochplatte lässt es nicht zu, dem Dornenzweig auszuweichen, peitsch, eine weitere blutende Schnittwunde am Unterarm. In der Talsohle bei Vmax erkenne ich einen großen Versatz in den Betonplatten. Ich reisse das Vorderrad hoch, hoffentlich bleibt das Hinterrad heile. Ich fahre in den Gegenhang und nach wenigen Metern ist die Geschwindigkeit Null und Schieben ist angesagt.

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Die Lochplatten verschwinden nicht im Nichts, es geht einfach nur sausteil nach unten!

 

Dabei hat alles recht entspannt angefangen. Das Bike mit den ganzen Taschen ist rechtzeitig fertig geworden, die Anreise von Berlin verlief ohne größere Probleme, mein Garmin hat mich von Hof HBF in das hinterste Eck Deutschlands navigiert, nach Papstleiten, “zur gemütlichen Kleintierschänke”. Dort ist bereits eine lustige Runde zusammen und tauscht sich über Erfahrungen aus vergangenen Langstreckenrennen aus. Ok, meine Erfahrungen sind 25 Jahre her, hier kann ich nicht mitreden. Die Reihen lichten sich schnell und ich merke, dass die die noch dasitzen gar nicht mitfahren.Die meisten Fahrer trinken alkoholfreies Bier und liegen vor 22:00 in ihren Schlafsäcken. Au weia, die meinen das alle ernst.

Am nächsten morgen fängt ziemlich früh eine konzentrierte Hektik an und alle bereiten sich auf den Start vor. Ich bin ziemlich nervös und kann kaum das tolle Frühstücksbuffet genießen, dass der örtliche Kleintierverein für uns gezaubert hat. Überhaupt dieser Verein: Super nette Leute, die uns ihr Vereinsgebäude zur Verfügung stellen und uns für einen schmalen Kurs mit lecker Grillgut und Getränken versorgen. Danke!

Während der Startvorbereitungen gucke ich mir die anderen Räder an: Überall teures Material, Sram Eagle, Kohlefaser, Stahlrahmen von amerikanischen Kultfirmen, super Bikepacking-Taschen, ich staune.

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Hier das Gebäude der Kleintierschänke am Morgen des Starts

Noch schnell Startfoto vor der Kleintierschänke machen, Gunnar ist etwas ungehalten wegen der fehlenden Fotodisziplin und einigen Zuspätkommern, die in Pensionen in der Umgebung übernachtet haben (die haben bestimmt besser geschlafen als ich). Ich zähle 17 Starter.  Die Vereinsmitglieder wünschen uns einen guten Start und winken uns nach während wir zusammen zum Dreiländereck, dem offiziellen Startpunkt rollen. Die Sonne scheint und die Stimmung ist gut. Gunnar macht ein paar Fotos und hält eine kurze motivierende Ansprache.

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Startvorbereitungen am Dreiländereck

Irgendwie will keiner als erstes losfahren, deshalb mache ich den Anfang und trete den ersten Anstieg hinauf. Schon bald werde ich überholt, wow sind die alle fit. Vor mir fährt auch Emma, die einzige Frau im Feld. Sie unterschätzt in einer Kurve, dass es neben der Lochplatte vom Gras verdeckt einen 20 cm Absatz nach unten geht und macht einen Abflug in die Botanik. Ich frage, ob alles ok wäre, sie meint ja und ich fahre weiter. Leider werde ich sie unterwegs nicht mehr treffen, aber später bekomme ich über die sozialen Medien mit, dass sie es trotz einiger Widrigkeiten auch geschafft hat. Top! Gratulation! Mittags mache ich eine kleine Pause und habe das Gefühl, dass mich inzwischen fast alle überholt haben. Ok, weiter es geht über einen längeren Höhenzug über Lochplatte die Sonne scheint erbarmungslos und meine Pulsuhr dokumentiert, dass ich im roten Bereich fahre, seit Stunden keine Ortschaft mehr und meine Trinkflaschen sind fast leer. Es geht eine quälende Steigung nach unten ich bin echt am Ende und mache mir Sorgen wegen dem fehlenden Wasser. Auf einmal sehe ich auf der Strecke ein “#GST18 1 km Verpflegung”. Wahnsinn! Daniel parkt entspannt mit seinem Wohnmobil neben einem kleinen Weiher und hat einen Verpflegungsstand aufgebaut. Wasser, Gels und Bratwürste. Rettung! Er erzählt mir, dass er letztes Jahr auch die GST gefahren ist und gibt mir wertvolle Tipps: die 3 L: leicht, langsam, lange. Ok, das hab ich mir auch vorgenommen, aber es nochmal von einem GST-Finisher zu hören gibt mir Zuversicht. Die Zuversicht schwindet allerdings, als mir mir von seinem Triathlon-Verein erzählt, au weia, noch so ein 120% iger. Er sagt mir auch dass er die gleichen Reifen wie ich gefahren wäre (Continental Race King Protection, tubeless) und auch mit extrem niedrigem Luftdruck und etlichen Durchschlägen keine Problome gehabt hatte. Ich dagegen habe meine Reifen ziemlich vollgeknallt, weil ich auf den brutalen Betonplatten auf keinen Fall einen Durchschlag haben wollte. In den nächsten Tagen nehme ich den Luftdruck vorsichtig nach unten und Achtung Spoiler: keine Reifenprobleme bis zur Ostsee.*)

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Der Reifen passt genau ins Loch!

Am ersten Tag fahre ich bis um 21:00 abends, baue mein Tarp auf einer Anhöhe mit atemberaubendem Sonnenuntergang und Fernsicht auf. Den Wecker habe ich mir auf 4:30 gestellt, nach einem kleinem Snack fahre ich im ersten Licht los. Die nächsten Tage fahre ich immer mindestens bis um 21:00 teilweise 22:00 und nehme auch in Kauf keine so schönen Schlafplätze zu finden. Ich stehe immer vor 5:00 Uhr auf und fahre los.

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Mein erster Übernachtungsplatz auf einer Anhöhe

Irgendwo hat Gunnar Fehlau mal geschrieben dass bei der GST jeder irgendwann ausserhalb der Komfortzone fährt. Bei mir fing das gleich am ersten Tag an. Ich habe jetzt keine Erfahrung mit anderen Bikepackingtouren aber ich weiß schon wie es sich anfühlt eine längere Strecke auf Singletrails zu fahren. Die GST fühlt sich anders an.

Ultrabrutal

Die Lochplatte ist brutal. Ich hatte gefühlt mindestens 40% Lochanteil mitgenommen gegenüber 60% Steganteil. Es geht auf Knochen und Material. Es gibt öfter Absätze von 20 cm und mehr die einen Aushebeln können. Viel Gestrüpp und fiese Dornen. Oft total zugewachsen mit Gestrüpp und umgestürzten Bäumen.

Demoralisierend

Stellt euch vor ihr fahrt ein paar hundert Meter einen wunderschönen Radweg entlang, ihr seht gut gelaunte Ortlieb-Taschen bepackte Radtouristen in Biergärten sitzen. Und dann biegt euer Track ab, eine eintönige Forststraße viele Höhenmeter nach oben und wieder runter und wieder hoch und wieder runter und nach 2,5 h und total ausgepowert merkt ihr, dass ihr wieder bei dem gleichen Radweg angekommen seid, nur 3 km weiter. Oder der Track führt mitten durch einen Fluss gefolgt von einem Distel/Brennessefeld mit umgestürzten Bäumen. Es ist klar, dass nach der Flussdurchquerung die Schuhe die nächsten 2 Tage nicht trocknen werden. Nachdem ihr da durch seid und viel Zeit verbraucht habt, stellt ihr fest, dass 400 m weiter eine Brücke mit Straße gewesen wäre. Ob die anderen Fahrer auch durch den Fluss sind? Oder haben die die einfachere Strecke über die Brücke gewählt? Von diesen Situationen gibt es mehrere und glaubt mir, das demoralisiert. Die ganze Strecke ist voll mit Denkmälern und Hinweistafeln. Ich habe die ganzen tragischen Geschichten auf den Tafeln nicht gelesen, weil es einen total runterzieht und trotzdem überwältigen einen die Eindrücke von dieser wahnsinnigen Grenze.

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Eine Gedänkstätte an der Strecke.

Zermürbend

Man fährt ziemlich viel allein. Sehr wenige Leute, verlassene Häuser. Dann die schwierige Strecke. Und wenn man sich nicht ranhält, dann läuft einem die Zeit davon. Es sind viele Kilometer und ein Schnitt von 12 km/h ohne Pause ist schon optimistisch gerechnet.

Von den insgesamt 17 Startern sind nur 3 ins Ziel gekommen. 2 weitere Fahrer haben eine kürzere Route gewählt, für sie war es aber auch nicht so wichtig als “Finisher” erwähnt zu werden. Siggi hat die Ostsee als erstes nach 7,5 Tagen erreicht, ich habe noch eine Übernachtung länger gebraucht und etwas später ist Emma angekommen. Falls ich noch jemanden übersehen habe, der auch angekommen ist, tut mir leid, aber ihr könnt gerne einen Kommentar hinterlassen.
Natürlich habe ich mich auch gefragt, warum hat das jetzt bei mir als langsamer Fahrer und bikepacking Neueinsteiger (meine letzten MTB Mehrtagestouren sind 25 Jahre her) geklappt hat, obwohl die anderen Fahrer schneller und mit gutem Material unterwegs waren.

Vorbereitung

Als Vorbereitung habe ich mir genau die Strecke angeschaut und eine Art Roadbook in einer Tabelle erstellt. In die Liste habe ich alle mittleren und größeren Ortschaften mit Einkaufsmöglichkeiten eingetragen. Mit Angabe Streckenkilometer und Entfernung der Einkaufsmöglichkeit vom Track und Öffnungszeiten (!). Der Track ist zwar gut gescoutet, man kommt mindestens 1 x am Tag an irgendwas vorbei, Tankstelle, etc. aber mit dieser Liste konnte ich cool bleiben, auch wenn der Essensvorrat mal etwas weniger wurde. Zusätzlich habe ich in die Liste alle Übernachtungsstopps aus Siggi seinem Video (super Video, Siggi!) eingetragen und konnte mich somit zeitlich orientieren, ob ich hinter oder vor Siggis GST17 liege. Hier noch der Link auf Siggis GST18

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Luxusplatte, da kann man auch mal ein Foto während der Fahrt machen

Zeitplanung am Tag, Ziele

Ich habe versucht möglichst viel zu fahren und möglichst wenige Pausen zu machen. Am 3. Tag habe ich mal ein paar Fotos mehr gemacht, aber dann sofort gemerkt dass ich weniger vorwärts komme. Ich habe angefangen mir immer eine ToDo-Liste für den nächsten Stop zu überlegen: Jacke ausziehen, GPS-Kilometer checken, Kette ölen, Foto machen, Essen von der Satteltasche in die Feeder bags umpacken, somit konnte ich die Anzahl der Stops reduzieren. Zusätzlich habe ich angefangen an den zahlreichen Steigungen lieber öfter mal zu schieben und beim bergauf schieben zu essen. Für die gesamte Tour und für jeden Tag habe ich mir Ziele vorgenommen und dabei schnell gemerkt, dass die im Projektmanagement gerne propagierten SMART Ziele echter Bullshit sind (Specific Measurable Achievable, Reasonable, Timebound). Der Verlauf der Tour ist einfach NULL vorhersehbar und das einzige mal mit einem SMART Ziel (heute bis Walkenried) hat mich in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht und zu stark ausgelaugt. Meine weiteren Ziele waren alle möglichst unspezifisch und motivierend, z.B. “heute möglichst gleichmäßig und gutem Fow fahren”. Also ihr Projektfutzies: Motivierend und Unspezifisch müssen die Ziele sein, dann klappts auch beim Projektmanagement!

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Wenns mal nicht so gut läuft, hilft das hier!

Zeitplanung gesamt

Bei dieser GST hat es sich wegen dem Starttermin angeboten eine Woche freizunehmen. Man guckt sich Siggis Video an (GST in 8 Tagen mit Filmen) und sieht wie ein älterer Radfahrer (sorry Siggi!) gemütlich auf dem Track entlangfährt und denkt man würde das selber schneller hinbekommen. Fehleinschätzung! Was man im Video nicht sieht ist dass dieser Radfahrer mehrmals in der Woche im Verein trainiert und schon mehrmals die GST und alle Brevets die man kennt mitgefahren ist. Gut das ich mir 1,5 Wochen, d.h. 10 Tage freigenommen hatte.  Sonst wärs nix geworden.

Training

Keins. Null mal Bikepacking, fast gar keine km auf dem MTB. Dafür aber jeden Tag eine weite Strecke durch Berliner Stadtverkehr zur Arbeit, egal ob Schneeregen oder Regen ohne Schnee. Das hat mir auf dem Brocken geholfen (3°C und Regen) und später weiter nördlich (10°C und Nieselregen). Das ganze Bikepacking vorher nicht auszuprobieren würde ich allerdings nicht empfehlen, bei mir gins aus zeitlichen Gründen nicht anders. Weiter zurückliegenden Wandertouren (Schweden, GR20, MeckPomm) haben mir geholfen meine Kraft einzuteilen und es nicht zu übertreiben.

 

Ernährung

Gestartet bin ich mit der Idee mich zuckerfrei, Fett- und Proteinreich zu ernähren: Nüsse, Käse, Joghurt, Proteinriegel und Obst. Von Ultramarathonläufern habe ich gehört, dass der Körper bei längerer Belastung auf Fettverbrennung umstellt und die Ultramarathonläufer viel Fett zu sich nehmen. Hat gar nicht funktioniert. Leistungsrückgang und Durchfall. Schnell habe ich mit high Carb ergänzt: Schokokekse, Waffeln, Cola und Gummibären. Obst und Nüsse habe ich beibehalten. Zuckerfrei funktioniert bei mir im normalen Leben gut, auf dieser Tour dagegen nicht. Insgesamt habe ich bei jedem Einkaufsstop die Vorräte auf ca. 3 kg aufgestockt, gedacht für 2 Tage.

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Danke für die Kirschen! Ich durfte sie bei einer Dorfbewohnerin pflücken. Sie haben mich über den Tag geretten, weil am Sonntag das Essen knapp wurde.

Coffein

Zum Glück hatte ich lange vor der Tour mit Kaffee aufgehört. Als durchschnittlicher Büromensch mit 3-4 Tassen Kaffee pro Tag und dann so eine Tour mit lückenhafter Kaffeeversorgung: Das zieht einen ganz schön runter. Kopfschmerz, Lethargie, Depression. Ihr glaubt das nicht? Dann lest mal was wikipedia zum Thema Coffein und Entzugserscheinungen schreibt.

Informationssammlung

Zur Vorbereitung habe ich alle Artikel zur GST gelesen. Gut dass Gunnar alle Links schön übersichtich auf seiner Homepage gesammelt hat. Insbesondere die Kritik an der GST habe ich mir genau angeschaut. Z.B. dass der Track echt bescheuert der Grenze folgt. Ich habe mir vorgenommen während der Tour die Routenführung NIE in Frage zu stellen. Essensversorgung war in vielen Berichten auch ein Problem. Deshalb hab ich mir die Liste mit den Einkaufsmöglichkeiten gemacht und hatte immer recht viel Essen dabei.

Equipment

Das ganze Equipment hat super funktioniert. Selber genähte Packtaschen, DIY Tarp und DIY Schafsack. Einzig die Satteltasche hat bissl genervt. Equipment-Bericht folgt. Das Rad ist ein selbstaufgebautes mit einem Rahmen von Transalp-Bikes (nette Leute, die mich gut beraten haben).

 

Und warum es trotzdem gut war

Auch vier Monate danach wirkt die Tour nach. Es fühlt sich gut an. Es ist wie eine Aura die mich umgibt mit dem Wissen, etwas besonderes erlebt zu haben. Es ist wie eine Tätowierung für die Erinnerung. Sie wird vielleicht etwas blasser, aber sie wird das ganze Leben lang halten.

Zukunft

Ob ich nochmal mitfahren werde, weiß ich nicht. Die GST ändert sich auch, Gunnar hat die Neuerungen schon bekannt gegeben. Mein Eindruck ist, dass der Track teilweise immer zugewachsener wird und mache der Wege an denen er entlang geht nicht mehr freigeschnitten werden. Ich finde auch 3 von 17 angekommenen Startern zu wenig. Vielleicht muss der Track wieder einfacher werden (wie 2014?). Oder einfacher und länger mit einem Anteil bayrisch/tschechischer Grenze? Oder der Track muss genau so bleiben wie er ist und nur wer durchkommt kommt durch und wer schwierige Abschnitte umfährt, der umfährt hald und muss dass mit sich selbst ausmachen. Was man nicht vergessen darf, der Track folgt einer Grenze, die für sehr viele Menschen eine Bestrafung war, vielen Menschen das Leben gekostet hat. Um das zu “erfahren” hat die GST mit ihrer “widersinnigen” Streckenführung für mich einen Sinn ergeben.

Danke!

Besonderer Dank gilt meiner Familie, meiner Frau und meinen Kindern, die mich bei dieser Tour unterstützt haben! Weiterhin möchte ich mich bei Gunnar bedanken, dem Erfinder der Grenzsteintrophy! Und bei den Kollegen vom Kleintierverein in Pabstleiten für den guten Start.

*) der Autor arbeitet bei der Continental AG

 

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Angekommen! Der Hund vom Fotografen wollte auch mit aufs Foto!

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9 thoughts on “Grenzsteintrophy 2018: ultrabrutal, demoralisierend, zermürbend und warum es trotzdem gut war

    • Hi Siggi, danke für den Kommentar! Ich habe versucht die GST nicht zu beschönigen. Ich hoffe aber, dass noch viele Fahrer die Herausforderung annehmen und durchkommen.
      Viele Grüße,
      Kili

  1. Hallo Kili
    Ja, annehmen werden diese Stecke wahrscheinlich noch Einige.
    Aber ob noch Alle diese Strecke regelkonform bewältigen – daran habe ich meine Zweifel.
    War ja in der Verganenheit nicht anders.
    Sie ist eben brutal und zermürbend.
    Egal – ich hatte auf jedem Meter immer ein Hochgefühl.

    siggi

    • Auf jedem Meter ein Hochgefühl? Auch dann, als Dir im Anstieg zum Brocken bei 3°C im Nieselregen ein Stollen abgerissen ist und die Tubelessmilch auf den Schotter gespritzt ist? Ich glaub Dir kein Wort 😉
      Kili

  2. Hallo Kili
    Genau darum.
    Sieben Tage pannenfrei, Rückenwind und blauer Himmel wären langweilig.
    Das sind die Touren an die man sich später kaum noch erinnert.
    siggi

  3. Hallo Kilian,

    sehr schön geschrieben. Die GST ist hartes Brot, aber genau darum ist sie auch so genial. Raus aus dem weichgespülten Alltag und rein ins Abenteuer.
    Schön dass du mich erwähnt hast. Es war mir eine Freunde, einen spontanten Verpflegungs-Stand am Tag 1 anzubieten und dich dort kennen zu lernen.
    Ich habe die GST ’17 sehr genossen, obwohl es bei tagelanger Hitze und dann Gewittersturm wirklich hart war. Auch nach nun 1,5 Jahren muss ich immer wieder dran denken. Auch ich war kompletter Neuling und die 3-LLL Strategie, ‘leicht-langsam-lange’ ging auf. Ein 7 Tage Finish ist damit durchaus gut machbar.
    In 2019 werde ich die Bikepacking-Transgermany, die praktisch bei mir vor der Haustür startet, unter die Räder nehmen. Vielleicht sehen wir uns dort?
    Auf jeden Fall fahre ich die GST ein zweites Mal, sie ist einfach ein zu geiles Event. Frei nach Hesses Steppenwolf:

    ‘nicht für jedermann – nur für Verrückte’

    keep on biking, beste Grüße,

    Daniel H.

    P.S.: Trotz harter Bedingungen kamen bei der GST ’17 bei 23 Startern genau 15 ins Ziel am Priwall, davon 10 kodexkonform. Die Strecke war, soweit ich weiß, nahezu identisch mit 2018. Bei der BTG 2018 kam die Hälfte der 63 Starter ins Ziel. Die GST ist ein Mythos. Und dieser macht vielen Angst vor einer Teilnahme. Völlig unbegründet! Leute, fahrt bei der GST mit! Sie ist DAS Erlebis schlechthin.

    • Hi Daniel
      schön, dass Du Dich hier meldest, danke für Deinen aufmunternden Kommentar! Könnte sein, dass wir uns bei der BTG treffen! Cool!
      Ich möchte mich Deinem Aufruf anschließen, die GST ist wirklich ein Erlebnis, fahrt mit! Ich würde aber eher 12 Tage einplanen, 7 Tage sind vielleicht möglich, da muss aber alles stimmen.
      Viel Erfolg an alle Teilnehmer der #GST19! So langsam mal anmelden!
      Kili

  4. Hallo Kilian,

    Danke für diesen sehr schönen Bericht. So lässt sich vieles schon einmal im Voraus mitbedenken. Ich werde sehr viele Tipps annehmen, bisher habe ich mit dem Thema Bikepacking ja noch absolut keine Erfahrung, Frischling, quasi…. das wird eine harte und dennoch sehr lehrreiche, sowohl auf emotionaler als auch körperlicher Basis. Ich freue mich auf die GST 19, darauf dabei sein zu dürfen…. jetzt hoffe ich nur, es kommt nix mehr dazwischen….

    Liebe Grüße,
    Sandra

    • Hallo Sandra,
      ok, cool. Ehrlich gesagt war dass damals auch meine Hauptsorge irgendwie den Start zu vergeigen: Wichtiger Termin, Zug verpasst, Bahnchaos, Weg nach Papstleiten nicht gefunden oder Platten direkt beim Start (ist mir vorgestern beim Berliner Mauerradweg passiert). Aber wenns mal rollt, dann kriegt man das schon irgendwie hin.
      Vielleicht kannst Du auch Emma (siehe Link oben) kontaktieren, sie kann Dir vielleicht auch noch ein paar Tips geben.
      Gute Fahrt!
      Kili

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